Warum ein Bullterrier?

Es war der Sonnabend vor Pfingsten im Jahr 2001. Mit einem Freund machte ich mich auf den Weg ins Franziskus Tierheim hier in Hamburg (ich spielte schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken mir einen Hund anzuschaffen). Als wir im Tierhein ankamen war die Enttäuschung erst einmal groß, alle Zwinger bis auf zwei waren leer. Alle anderen Insassen waren auf Gassigang. So, hm...wir gingen zu einem der besetzten Zwinger. Uns entgegen kam ein mit wedelndem Schwanz und wackelndem Hintern braun-weiß gestromter mittelgroßer Hund und zeigte stolz einen Matscheball. Ich streichelte den Hund durch die Gitterstäbe....Dann schauten wir auf das Schilde am Zwinger. Und da stand es “Patty, Bullterrier”, mein Freund meinte “Ist das nicht SO EIN Hund?”. Oh, ja, ich dachte “Ich kann doch nicht einem Kampfhund...”. Wir gingen vom Zwinger weg, machten noch eine Runde durchs Tierheim. Aber es zog mich doch wieder zu Patty. Dann dachten wir, na Gassi kann man ja mal mit Patty gehen...Gesagt getan, eine Stunde später saß ich im Büro des Tierheims und unterschrieb einen Pflegevertrag für Patty über Pfingsten. Zu hause angekommen machte Patty es sich gleich auf dem Sofa bequem. Und damit nicht genug, das Mädchen schläft seit der ersten Nacht mit im Bett, natürlich unter der Zudecke.

Der erste Tag...Ooh alles neu...

Am Dienstag nach Pfingsten wurde der Pflegevertrag dann in einen Übernahmevertrag umgewandelt. :-) So bin ich aus einer emotionalen Entscheidung heraus, zu “So Einem Hund” gekommen. Patty war ausgestattet mit einem bestandenen Wesenstest. Was mir aber gar nix nützte, weil sie sus dem “falschen” Tierheim stammte. Für die “Befreiung von der Erlaubnispflicht zum Halten eines Gefährlichen Hundes nach §2 der Hamburger Hundeverordnung” mußte ich den Test wiederholen, Patty hat natürlich bestanden und war ab sofort auch von Amtswegen kein gefährlicher Hund mehr.